Stefan Sälzle

  • Absolvent Jahrgang 2007 (Fachhochschulreife)
Mein Name ist Stefan Sälzle, ich bin Absolvent des Jahrganges 2007 an der FOS Neu-Ulm mit der Fachhochschulreife.

Ein paar Daten zu meinem schulischen Werdegang: Zunächst besuchte ich vier Jahre die Grundschule und anschließend sechs Jahre das Gymnasium. In der 10. Klasse, nach bestandener mittlerer Reife, entschloss ich mich dazu, vom Gymnasium auf die Fachoberschule zu wechseln. Von meinen älteren Brüdern, die beide an der FOS Neu-Ulm ihren Abschluss gemacht hatten, hörte ich von der fachpraktischen Ausbildung. Da mir in meiner schulischen Laufbahn bis dahin der praktische Bezug gefehlt hatte, bot sich die FOS deshalb an, weil man dort in der 11 Klasse ein Praktikum durchlaufen kann. Am Gymnasium hatten mir vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer gefallen, also wählte ich für mich an der FOS die technische Ausbildungsrichtung. Im Schuljahr 2005/2006 trat ich in die 11. Klasse über. Dort konnte ich erste Eindrücke in der Metallbearbeitung und der praktischen Elektrotechnik sammeln. Dies hat mich sehr bereichert, wobei mir persönlich das Elektropraktikum besser gefallen hatte. Daher wollte ich nach der FOS auch etwas in dieser Richtung weiter machen.

Stefan Sälzle

© die lichtfänger

Neben dem Praktikum hatte ich auf der FOS natürlich auch ganz normalen Unterricht in vielen allgemein bildenden Fächern. Besonders Spaß haben mir die Fächer Mathematik, Physik, Chemie und Technologie gemacht.

Die praktischen und theoretischen Erfahrungen, die ich während meiner Zeit auf der Fachoberschule sammeln konnte, bildeten die Grundlage für meine weitere Laufbahn. Nach bestandener Fachhochschulreife wollte ich zunächst mit dem Besuch der 13. Klasse auch noch das allgemeine Abitur erwerben, denn die zweite Fremdsprache konnte ich mir aus meiner gymnasialen Zeit anerkennen lassen. Zur damaligen Zeit musste man dazu jedoch an eine andere Fachoberschule wechseln, da es an der FOS Neu-Ulm leider keine 13. Klasse im Bereich Technik gab. Parallel zu dieser Überlegung habe ich mich jedoch auch bei einigen Firmen bezüglich eines dualen Studienganges beworben. Nachdem ich mich bei drei Firmen vorstellen durfte und sogar auswählen konnte, habe ich mich dazu entschlossen, an der technischen Hochschule Ulm nach dem sogenannten „Ulmer Modell“ zu studieren. Dabei habe ich neben einem Studium der Elektrotechnik eine gewerbliche Ausbildung bei der Firma Hans Lingl Anlagenbau und Verfahrenstechnik GmbH und Co. KG absolviert. Außerdem wurde ich von der Firma Lingl finanziell unterstützt.

Während meines Studiums konnte ich immer wieder feststellen, dass ich durch die Ausbildung an der FOS schon sehr gut auf ein duales Studium vorbereitet war. Einerseits äußerte sich dies in den theoretischen Semestern in den Vorlesungen zu Mathematik, Physik, Programmieren, Digitaltechnik und Elektrotechnik, welche vor allem im Grundstudium eine elementare Rolle spielten. Andererseits hatte ich in meinem Elektropraktikum schon sehr viel Praktisches gelernt, sodass ich keinerlei Schwierigkeiten in meiner gewerblichen Ausbildung hatte.

Nach dem mehrjährigen Studium habe ich neben dem Facharbeiterbrief mein Studium mit dem Titel „Bachelor of Engineering“ abgeschlossen. Seit Februar 2012 arbeite ich in der Firma Lingl als Konstrukteur Elektrotechnik.

Rückblickend war es ein wichtiger und richtiger Schritt, auf die FOS zu wechseln. Das Studium ist mir, auch mit der Doppelbelastung der dualen Ausbildung, sehr leicht gefallen. Daher möchte ich mich auch bei meinen damaligen Lehrern und Ausbildern bedanken, welche mir das Grundlagenwissen vermittelten und die Freude am Lernen, sodass ich meine Hochschulausbildung erfolgreich durchlaufen konnte.